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Gruppenfoto während der Besichtigung, Foto: SPD Hardegsen

5. September 2021: „Abfall gibt es nicht“ – Besichtigung des Holzpelletwerk in Hardegsen-Lutterhausen

Im Rahmen der Tour "Coffee to Go mit Astrid", fand am 26.08.2021 eine Besichtigung des Holzpelletwerk Lutterhausen statt. Ratsherr Sandro Wolff (SPD) aus Lutterhausen, organisierte den Besichtigungstermin, um mit Astrid Klinkert-Kittel, der Landrätin des Landkreises Northeim, regionales Gewerbe kennenzulernen und mit den Verantwortlichen vor Ort ins Gespräch zu kommen. Des Weiteren waren der Hardegser Bürgermeisterkandidat Lars Gunnar Gärner, Hans-Jürgen Scholz (SPD) und Norbert Müller (SPD) anwesend.

Begrüßt wurden die Besucher von Friedrich Blank, Geschäftsführer der EC Bioenergie GmbH & Co KG mit Sitz in Heidelberg (ECB). Herr Blank berichtete über die Geschichte des Betriebs in Hardegsen, erläuterte die betrieblichen Zusammenhänge in der Produktion und die Herstellung von Holzpellets. Unterstützt wurde er vom Produktionsleiter Marc Waldmann und Volker Fröchtenicht dem Geschäftsführer der dort ansässigen bvg-Grundstücksgesellschaft Hardegsen.

Die ECB unterhält 5 Pelletwerke, wobei der Standort in Hardegsen die größte Produktionskapazität umfasst. Unter der Marke: „wohl und warm“ werden in Hardegsen jährlich ca. 75.000 t Holzpellets produziert. Herr Fröchtenicht betonte an dieser Stelle „wir wollen regional bleiben“ und würde sich über eine noch stärkere Verzahnung des Absatzes vor Ort freuen.

Das „Gründer-Trio“ Volker Fröchtenicht, Thomas Bischof und Klaus Seeger hatten vor 15 Jahren die Idee, das Gelände der ehemaligen Zementfabrik Hardegsen mit einer Pelletproduktion weiter zu nutzen. Mit der Umsetzung der Pläne wurde 2009 begonnen und bis zur Fertigstellung des Werks über 20 Millionen Euro investiert. Die anfänglich wirtschaftlichen Schwierigkeiten wurden überwunden und das Werk schreibt seit zwei Jahren „schwarze Zahlen“.

Um eine Tonne Holzpellets produzieren zu können, wird ungefähr die doppelte Menge an Rohmaterial benötigt. Für die Produktion der Pellets werden nur 5 % Waldrestholz aus regionalen Wäldern genutzt und 95 % Holzabfälle aus Sägewerken. Außer diesen Eingangsstoffen, werden der Produktion keine weiteren chemischen Bindemittel zugeführt, da allein das im Holz enthaltenen Lignin durch Druck und Zufuhr von Wärme zum Klebstoff der Pellets wird. Somit produzieren die im Werk beschäftigten 24 Mitarbeiter aus Holzresten einen ökologischen und modernen Bio-Brennstoff.

Holzpellets sind umweltfreundlich und klimaneutral und weisen somit eine deutlich bessere Ökobilanz, als das Verbrennen fossiler Brennstoffe, aus. Vor diesem Hintergrund, gewinnt die Verwendung von Holz, aus bspw. Reststoffen der Holzverarbeitung, als regenerativer Energieträger zur Wärmeversorgung immer mehr an Bedeutung.

Die SPD in Hardegsen spricht sich deutlich für einen weiteren Ausbau und Förderung von erneuerbaren Energieträgern aus, wünscht sich in diesem Zusammenhang aber auch eine schonende und nachhaltige Forstwirtschaft, sowie die Wiederaufforstung geschädigter Flächen des Stadtforst Hardegsen, mit standortstabilen und naturnahen Mischwäldern. Der Wald der Zukunft als wichtiges Ökosystem muss in seiner gesamten funktionalen Vielfalt betrachtet werden und ist somit auch der wertvollste Verbündete im Klimaschutz. (von Sandro Wolff)

Gruppenfoto während der Besichtigung, Foto: SPD Hardegsen

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