Abt. Hardegsen

Wissenswertes über die Kernstadt

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Muthaus Der Burg

Das Muthaus der Burg mit dem Amtshaus im Vordergrund

Hardegsen ist eine Kleinstadt im Landkreis Northeim im südlichen Niedersachsen. Die Stadt Hardegsen bezeichnet sich als das Tor zum Solling und ist von einem umfangreichen Wanderwegenetz umgeben. Die Stadt ist bekannt für ihre Fachwerkhäuser, die Burg Hardeg mit dem Muthaus, hat einen Wild- und Haustierpark sowie einen Campingplatz und war bis Ende 2010 staatlich anerkannter Luftkurort.

Hardegsen liegt westlich der Leine und östlich des Sollings, direkt am südwestlichen Rand des Höhenzuges Weper. Durch das Stadtgebiet fließen die Espolde und der Schöttelbach, welcher hier in die Espolde mündet.

Als eines der repräsentativsten Gebäude in Hardegsen gilt das Rathaus, welches nach Johannes Letzner 1416 auf dem "Anger" errichtet wurde. Im Jahre 1573 erhielt es einen hölzernen Vorbau mit einem Türmchen, jedoch verhinderte der große Brand 1678, dass das Rathaus bis heute in seiner ursprünglichen Form erhalten blieb.

Die im 12. Jahrhundert erbaute Burg Hardeg war der ehemalige Regierungssitz des Welfenherzogs Otto. Heute sind noch das Muthaus, das Hagenhaus und Teile der Burgmauer erhalten. Die Räumlichkeiten des Muthauses können besichtigt und für Feierlichkeiten und Veranstaltungen gemietet werden. Mit den Einnahmen wird der Erhalt der Burg finanziert. Der Rittersaal wird im Frühjahr und Sommer als Standesamt genutzt.

Der Kurpark ist eine in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts angelegte Anlage, in der sich Kurgäste zur Erholung und zu kommunikativen Zwecken aufhalten sollten. Daher befindet sich dort ein vom Wasser des das Areal durchfließenden Baches Lunau gespeister künstlicher Teich, an dem Parkbänke auf hölzernen Stegen zum Verweilen einladen, sowie ein Musikpavillon. Nach dem Verlust des Titels "Luftkurort" verlor diese in unmittelbarer Nähe der Burganlage befindliche Fläche ihre ursprüngliche Funktion, wird aber weiterhin als Park für die Bürger gepflegt und unterhalten.

Der Wildpark wurde im Juni 1965 eröffnet und wird neben den Einwohnern Hardegsens auch von Bewohnern der umliegenden Bereiche Göttingen, Northeim und Uslar besucht. Ideell und materiell wird der Park vom Förderkreis Wildgehege unterstützt.
Auf einer im Espoldetal gelegenen Fläche von rund 12 ha werden 20 verschiedene Tierarten mit etwa 150 Tieren vorgestellt. Neben heimischen Schalenwildarten sind auch bedrohte Haustierrassen wie z. B. die Thüringer Waldziege oder Angler-Sattelschweine zu betrachten. Als Kinderattraktion gibt es eine Streichelwiese mit Zwergziegen, Hängebauchschweinen, Esel und Pony.