Abt. Hettensen

Wissenswertes über die Ortschaft

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Hettenser Kirche

Hettenser Kirche

Hettensen liegt am Südostrand des Sollings östlich der Bramburg an der Schwülme, deren Quellen im Wald nordwestlich von Hettensen liegen. Die Nachbarorte sind Asche im Osten, Ellierode im Nordosten und Lödingsen im Süden. Die Stadt Hardegsen liegt etwa 4,5 km nordöstlich von Hettensen (Luftlinie).

Geschichtliches

Wie bei den meisten Orten ist der Zeitpunkt der Gründung von Hettensen nicht bekannt, nach der Namensgebung kann sie bereits im 8. oder 9. Jahrhundert erfolgt sein. Die erste urkundliche Erwähnung, die sich sicher auf Hettensen bezieht, steht in einer Stiftungsurkunde des Petersstiftes in Nörten aus dem Jahr 1055. Eine Urkunde des Kaisers Otto des Großen aus dem Jahr 952 mit der Erwähnung eines Ortes Hitdeshuson, auf die sich die Jubiläumsfeiern des Ortes berufen, könnte sich ebenso wie eine Urkunde mit der Erwähnung eines Ortes Hiddeshusi aus dem Jahre 953 auch auf eine Ortswüstung Hiddesen beziehen. Der Ort Hettensen soll ursprünglich etwas weiter östlich des heutigen Dorfkerns unterhalb des heutigen Sportplatzes im Schwülmetal gelegen haben, die heutige Ortslage ist jedoch weniger feucht und daher siedlungsfreundlicher. Im Bereich des Sportplatzes führte auch die ehemalige Hardegser Heerstraße in Nord-Süd-Richtung am Ort vorbei. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde an dem etwa 3,5 km vom Ort entfernten ehemaligen Vulkankegel Bramburg mit dem gewerblichen Abbau von Basalt begonnen. Damals wohnten in den 61 Wohnhäusern des Ortes, neben dem Wirtshaus Epelterenkrug und einer Mühle, 419 Einwohner. Seitdem wurden viele Bewohner von Hettensen in den Basaltbrüchen beschäftigt, das Dorf blieb jedoch landwirtschaftlich geprägt. Seit dem 1. März 1974 ist Hettensen ein Ortsteil von Hardegsen. Die Grundschule wurde nach der Eingemeindung aufgelöst.

Das Wappen wurde der damals selbständigen Gemeinde Hettensen 1951 verliehen und zeigt zwei gekreuzte Schlägel über einer Weizenähre auf blauem Grund. Es symbolisiert damit die damaligen Haupterwerbsquellen der Bewohner: Die Landwirtschaft und die Arbeit in den Basaltbrüchen der Bramburg.

Hettensen verfügte schon von alters her über ein eigenes Kirchengebäude, das jedoch nicht immer an derselben Stelle lag. Die heutige Kirche liegt auf einer Anhöhe westlich des Dorfzentrums und wurde 1793 als Fachwerkkirche errichtet, zeitgleich wurde der Friedhof am westlichen Dorfende eingerichtet. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurde an die Westseite der Kirche eine Küsterwohnung und ein Gemeinderaum angebaut.

Der Gutshof in Hettensen ist erst 1855 nördlich des Schwülmeübergangs entstanden und bekam 1860 den Status eines Ritterguts, nachdem das Gut in Gladebeck aufgelöst worden war. Das heute stark veränderte Herrenhaus wurde 1864 erbaut. 1979 wurden die Wirtschaftsgebäude durch einen Großbrand großenteils zerstört und nicht wieder aufgebaut.